Prix Zonta

Die Union Intercity der Zonta Clubs der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein hat anlässlich ihrer Delegierten-Versammlung vom 15. Mai 2004 in La Chaux-de-Fonds beschlossen, den „Prix Zonta" für Wissenschaftlerinnen zu schaffen. Ziel ist es, hervorragende wissenschaftliche und/oder technologische Karrieren von Schweizerinnen, Liechtensteinerinnen oder Ausländerinnen mit Wohnsitz und Tätigkeit in der Schweiz oder in Liechtenstein auszuzeichnen und damit weitere junge Frauen zu motivieren, solche Karrieren anzustreben. Der Prix Zonta ist mit CHF 30'000.- dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Der Vorstand der Union Intercity wählt ein Forschungsgebiet aus sowie die infrage kommenden Hochschulen. Diese Wahl wird der Delegiertenversammlung der Union Intercity zur Annahme unterbreitet.

Derzeit setzt sich die Jury aus der Präsidentin Prof. Iris Zschokke-Gränacher, bis 1998 Professorin für Angewandte Physik an der Universität Basel, den Professoren Giorgio Margaritondo, Vizepräsident für akademische Angelegenheiten an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und Prof. Ulrich Suter, Professor für Polymere Materialien, ETH Zürich, zusammen.

November 2005: Der erste Prix Zonta ging an Dr. Cornelia Halin, Biochemikerin an der ETH Zürich. Ihre Forschung über Leukozytenmigration durch die Lymphgefässe des Körpers hat zum Ziel, die molekularen Mechanismen besser zu verstehen, um neue therapeutische Ansatzpunkte für die Entwicklung entzündungshemmender Medikamente oder die Verbesserung von Impfstoffen zu finden.

November 2007: Der zweite Prix Zonta wurde Dr. Christina Fragouli, Assistenzprofessorin für Informatik und Kommunikation an der ETH Lausanne vergeben. Sie hat mit einer Expertengruppe Theorie und Praxis der Netzwerkcodierung entwickelt. Die Idee ist, Datenströme – unabhängig produziert und konsumiert – innerhalb des Netzwerks zu kombinieren.

November 2009: Der dritte Prix Zonta ging an Dr. Anja Bieberle-Hütter. Mit ihren Arbeiten über elektrochemische Prozesse an Elektroden und dank ihrer Erfahrung in der Materialpräparation, hat sie Wege aufgezeigt, wie kleine, leistungsfähige Brennstoffzellen möglicherweise einst herkömmliche Trockenbatterien ersetzen werden.

November 2011: Dieses Jahr ging der Prix Zonta an Professorin Stéphanie Lacour von der ETH Lausanne. Sie stiess auf die Möglichkeit, elektronische Schaltungen auf dehnbarem Silikongummi zu montieren. Diese elektronische "Kunsthaut" könnte zur Behandlung von Nervenbahnen, die infolge eines Unfalls abgetrennt wurden, oder im Bereich der Neuoprothesen Verwendung finden.

Prix Zonta 2011

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